KÄRNTNER SPIELETAGE `06

Neue Obfrau, neue Sitten habe ich mir schon letztes Jahr gedacht und habe die altbewährten Fragen beiseite gelassen und mich auf Beobachtungen gestürzt.

Als Organisatorin wurde ich heuer in das kalte Wasser geworfen und ich habe die Kälte zu spüren bekommen. Vieles ist manchmal gleichzeitig auf mich hereingestürmt und die Zeit, Entscheidungen zu treffen und zum Überlegen ist manchmal recht kurz. Intuitives Handeln und manchmal auch weiblicher Charme sind dann eben gefragt.

Mein zweites Jahr als Obfrau neigt sich dem Ende zu und wieder einmal darf ich sohin Resümee ziehen. Das Grundkonzept der Kärntner Spieletage ist im Großen und Ganzen gleich geblieben: Wir wollten den Menschen das Spielen wieder ein bisschen näher bringen, ihnen Neuigkeiten vorstellen und ihnen und uns eine schöne spielerische Zeit bescheren.

Manche Dinge und Abläufe haben sich im Laufe der Jahre geändert, und auch heuer war es wieder soweit. Einmal kleine Änderungen bezüglich eines Ausstellerplatzes, und das andere Mal größere Entscheidungen, die ich zwar noch nicht gewohnt bin, aber die mir mit der Zeit immer leichter fallen.

Ein Trend, der sich schon im letzten Jahr abgezeichnet hat, fand auch heuer seine Fortsetzung. Immer weniger Schulen und Kindergärten finden trotz unserer massiven Werbemaßnahmen den Weg und die Zeit, um zu den Kärntner Spieletagen zu kommen. Die Änderungen im Schulalltag hinterlassen daher insbesondere, was außerschulische Aktivitäten anbelangt, ihre Spuren.

Was wir beobachten mussten, ist der Hang einiger Jugendgruppen zu ständigen Wanderungen im und rund um das Congress Center. Diesen konnten dank des Einsatzes unserer Security Mitarbeiter wirksam begegnen. Es wäre in Anbetracht der Baustelle rund um das Haus auch nicht anders gegangen.

Apropos Baustelle: Durch den Anbau des Congress Hotels mussten wir heuer mit einigen Provisorien leben. Der seit Jahren eingespielte Ablauf im Bereich der Zu- und Auffahrt war heuer empfindlich gestört und dass es zu keinen größeren Zwischenfällen gekommen ist, ist auch den Verantwortlichen des Congress Center Villach zu verdanken.

Für mich persönlich waren die heurigen Kärntner Spieletage wiederum eine besondere Erfahrung. Diese zweite Organisation war wie im Vorjahr geprägt vom Lernen, das Geplante umzusetzen, allen Widerwärtigkeiten zum Trotz.
Und wie auch in den Jahren als TEAM - Mitglied war es wunderbar, nach vielen Stunden der Vorbereitung so viele lachende Gesichter zu sehen und dadurch zu wissen, dass sich jede einzelne Stunde gelohnt hat!



Dagmar E. Kasebacher

Übrigens:
An dieser Stelle heisst es Abschied zu nehmen, Abschied von einem der wichtigsten Partner und Freunde der Kärntner Spieletage. Direktor Mag. Helmut Binter wird das Haus verlassen und wird Tourismus Direktor der Stadt Villach. Danke für alles und viel Erfolg bei der neuen Tätigkeit – sie werden uns fehlen.
An die Mitarbeiter des CCV: danke für das Verständnis, das mit den „Tixo“ ist nur aufgeschoben, wir kämpfen weiter! ?